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Ratgeber Feed-Optimierung

Ratgeber Feed-Optimierung: Google Shopping Feed

Erfahre, welche Felder Pflicht sind, welche Formatvorgaben gelten und wie du Google Shopping Feed optimierst.

Diego Nijboer · WISEPIM·Aktualisiert am
14
Pflichtfelder
50+
Optionale Felder
Alle 30 Min.
Aktualisierung
Überblick

Google Shopping Feed kurz erklärt

Ein Google Shopping Feed ist eine strukturierte Datendatei mit allen Produktinformationen, die Google braucht, um deine Artikel in Shopping-Anzeigen, kostenlosen Produkteinträgen und dem Shopping-Tab der Suchergebnisse anzuzeigen. Du reichst den Feed über das Google Merchant Center ein, und er muss der Google Product Data Specification entsprechen. Jedes Produkt in deinem Feed ist ein Artikel mit festgelegten Attributen wie Titel, Preis, Verfügbarkeit und Bild-URL. Google nutzt diese Daten, um deine Produkte passenden Suchanfragen zuzuordnen und ausführliche Produktinformationen direkt in den Suchergebnissen zu zeigen. Damit ist Google Shopping einer der Werbekanäle mit der höchsten Conversion für E-Commerce-Unternehmen.

Wenn du deinen Google Shopping Feed optimierst, entscheidest du maßgeblich über den Erfolg deiner Shopping-Kampagnen. Anders als bei klassischen Suchanzeigen, bei denen du auf Keywords bietest, bestimmt Google Shopping anhand deiner Produktdaten, wann und wo deine Produkte erscheinen. Qualität und Vollständigkeit deines Feeds wirken sich also direkt auf Sichtbarkeit, Klickrate und Return on Ad Spend aus. Produkte mit gut optimierten Titeln, ausführlichen Beschreibungen, hochwertigen Bildern und korrekten Preisen schneiden dauerhaft besser ab als schlecht strukturierte Einträge. Google bezieht die Feed-Qualität außerdem in das Ranking deiner Produkte ein. Feed-Optimierung kann deine Kosten pro Klick deshalb deutlich senken und gleichzeitig deine Impressionen steigern.

Google Merchant Center unterstützt mehrere Feed-Formate: XML (RSS 2.0 und Atom), tabulatorgetrennte Textdateien und die Merchant API für automatisierte Übermittlungen. Für die meisten Händler bietet ein XML-Feed die beste Balance aus Flexibilität und Kompatibilität. Aktualisiere deinen Feed häufig, damit Bestandsänderungen, Preisanpassungen und neue Produkte sofort enthalten sind. Google empfiehlt, den Feed mindestens einmal täglich abzurufen, und bei Shops mit hohem Volumen kannst du automatische Abrufe alle 30 Minuten planen. Ein korrekter und aktueller Feed hilft dir, Richtlinienverstöße wie Preisabweichungen oder beworbene, aber ausverkaufte Artikel zu vermeiden, die zur Sperrung deines Kontos führen können.

Auf einen Blick

PlattformGoogle Merchant Center
Feed-Format
XML
Max. ProdukteUnbegrenzt
AktualisierungAlle 30 Min.
Feldanforderungen

Feldanforderungen: Google Shopping Feed

Pflichtfelder und optionale Felder für deinen Produktfeed

Pflicht
ide.g. SKU-12345-SWZ-M
Text
50
titlee.g. Nike Air Max 90 - Herren Laufschuhe - Schwarz/Weiß - Größe 42
Text
150
descriptione.g. Der Nike Air Max 90 hat eine sichtbare Max Air-Dämpfung zum Schutz vor Stößen. Die Waffel-Außensohle und das klassische Design sorgen für dauerhaften Grip auf verschiedenen Untergründen.
Text
5000
linke.g. https://www.example.com/products/nike-air-max-90-black
URL
2000
image_linke.g. https://www.example.com/images/nike-air-max-90-black-main.jpg
URL
2000
pricee.g. 149.95 EUR
Text
availabilitye.g. in_stock
Text
brande.g. Nike
Text
70
gtine.g. 3234567890126
Text
50
conditione.g. new
Text
google_product_categorye.g. Bekleidung & Accessoires > Schuhe > Sportschuhe > Laufschuhe
Text
750
mpne.g. CW7483-002
Text
70
product_typee.g. Schuhe > Herren > Laufen
Text
750
shippinge.g. DE:::5.95 EUR
Text
Optional
sale_pricee.g. 119.95 EUR
Text
sale_price_effective_datee.g. 2026-03-01T00:00:00+01:00/2026-03-31T23:59:59+01:00
Text
additional_image_linke.g. https://www.example.com/images/nike-air-max-90-black-side.jpg
URL
2000
colore.g. Schwarz/Weiß
Text
40
sizee.g. 42
Text
100
materiale.g. Synthetikleder, Mesh
Text
200
item_group_ide.g. AIR-MAX-90
Text
50
custom_label_0e.g. bestseller
Text
100
ads_redirecte.g. https://www.example.com/products/nike-air-max-90-black?utm_source=google&utm_medium=cpc
URL
2000
multipacke.g. 6
Ganzzahl
Feed-Struktur

Google Shopping Feed: Aufbau und Struktur

Die wichtigsten Regeln und Formatvorgaben, die dein Feed für diesen Kanal einhalten muss

  1. 1

    Nutze eine gültige XML-Struktur mit dem Google-Namespace

    Dein Feed muss ein wohlgeformtes XML-Dokument nach der RSS-2.0-Spezifikation mit dem Google-Namespace (xmlns:g="http://base.google.com/ns/1.0") sein. Jedes Produkt steht in einem <item>-Element innerhalb des <channel>-Elements. Falsche Namespace-Deklarationen oder fehlerhaftes XML führen dazu, dass der gesamte Feed abgelehnt wird.

    <rss version="2.0" xmlns:g="http://base.google.com/ns/1.0">
    <channel><title>Mein Shop</title><link>https://www.example.com</link>
    <item><g:id>SKU-001</g:id><g:title>Produkttitel</g:title></item>
  2. 2

    Setze allen Google-spezifischen Attributen das Präfix g: voran

    Alle Produktattribute aus der Google Product Data Specification brauchen das Namespace-Präfix g:. Standard-RSS-Elemente wie <title>, <link> und <description> funktionieren auch ohne Präfix. Bewährt hat sich aber, das Präfix g: konsequent für alle Produktattribute zu verwenden, um Mehrdeutigkeiten und Parsing-Fehler zu vermeiden.

    <g:price>29.99 EUR</g:price>
    <g:availability>in_stock</g:availability>
    <g:brand>Beispielmarke</g:brand>
  3. 3

    Gib in Preisattributen den Währungscode an

    Alle Preisattribute (price, sale_price, cost_of_goods_sold) brauchen nach dem Zahlenwert den ISO-4217-Währungscode, getrennt durch ein Leerzeichen. Die Währung muss zum Zielland passen, das in deinem Merchant Center-Konto eingerichtet ist. Fehlt der Währungscode oder ist er falsch, wird der Artikel abgelehnt.

    <g:price>49.99 EUR</g:price>
    <g:sale_price>39.99 EUR</g:sale_price>
  4. 4

    Verwende zulässige Werte für Aufzählungsfelder

    Felder wie availability, condition und age_group akzeptieren nur bestimmte vordefinierte Werte. Für availability gelten: in_stock, out_of_stock, preorder oder backorder. Für condition gelten: new, refurbished oder used. Werte außerhalb dieser Liste führen zu Fehlern auf Artikelebene und zu Ablehnungen.

    <g:availability>in_stock</g:availability>
    <g:condition>new</g:condition>
    <g:age_group>adult</g:age_group>
  5. 5

    Gruppiere Produktvarianten mit item_group_id

    Wenn du dasselbe Produkt in verschiedenen Größen, Farben oder Materialien verkaufst, braucht jede Variante eine eigene id, aber dieselbe item_group_id. So kann Google die Varianten in den Shopping-Ergebnissen zusammenfassen und einen einzigen Eintrag mit auswählbaren Optionen zeigen. Die item_group_id muss für alle Varianten desselben Elternprodukts identisch sein.

    <g:item_group_id>TSHIRT-CLASSIC</g:item_group_id>
    <g:color>Blau</g:color><g:size>L</g:size>
  6. 6

    Kodiere Sonderzeichen und nutze CDATA für HTML-Inhalte

    Sonderzeichen wie das kaufmännische Und (&), spitze Klammern (< >) und Anführungszeichen müssen korrekt XML-kodiert sein. Beschreibungen mit HTML-Markup oder komplexem Text packst du in CDATA-Abschnitte, um Parsing-Fehler zu vermeiden. Falsch kodierte Sonderzeichen gehören zu den häufigsten Gründen, warum ein Feed abgelehnt wird.

    <g:title>Herren Laufschuhe - Schwarz &amp; Weiß</g:title>
    <g:description><![CDATA[Hochwertige Schuhe mit <strong>extra Dämpfung</strong>.]]></g:description>
Optimierung

Tipps zur Optimierung: Google Shopping Feed

Bewährte Tipps, mit denen dein Feed besser performt und mehr Produkte bei Käufern landen

  1. 1

    Stelle die wichtigsten Keywords an den Anfang deiner Produkttitel

    Google gewichtet die ersten Wörter deines Titels stärker. Setze die wichtigsten Attribute an den Anfang: Markenname, Produkttyp und zentrale Unterscheidungsmerkmale. Baue deine Titel nach dem Schema Marke + Produkttyp + Schlüsselattribute (Farbe, Größe, Material) auf. In den meisten Shopping-Platzierungen werden Titel nach etwa 70 Zeichen abgeschnitten, also gehören wichtige Informationen nach vorne.

    Nike Air Max 90 - Herren Laufschuhe - Schwarz/Weiß - Größe 42
    Samsung Galaxy S24 Ultra 256GB - Titanium Black - ohne Simlock
    KitchenAid Artisan Küchenmaschine 4,8 l - Empire Rot - 300W
  2. 2

    Nutze hochwertige Bilder mit sauberem weißem Hintergrund

    Produktbilder haben den größten Einfluss auf die Klickrate. Verwende Bilder mit mindestens 800x800 Pixeln (Google empfiehlt 1200x1200 für Bekleidung). Zeige das Produkt auf sauberem weißem oder hellem Hintergrund, ohne Wasserzeichen, Logos oder Werbetext im Bild. Bei Bekleidung sollte mindestens ein Bild das Produkt getragen zeigen. Über das Attribut additional_image_link kannst du bis zu 10 weitere Bilder mit verschiedenen Ansichten einreichen.

    Hauptbild: Produkt zentriert auf weißem Hintergrund, füllt 75 bis 90 % des Bildes
    Weitere Bilder: Lifestyle-Aufnahme, Rückansicht, Detailaufnahme, Größenvergleich
  3. 3

    Nutze Custom Labels zur Segmentierung deiner Kampagnen

    Mit den fünf Custom-Label-Attributen (custom_label_0 bis custom_label_4) segmentierst du deine Produkte für Gebotsstrategien. Übliche Segmentierungen sind Margenstufen (hoch, mittel, niedrig), saisonale Relevanz, Bestseller-Status, Preisklassen und Abverkaufsartikel. So kannst du separate Shopping-Kampagnen mit eigenen Geboten und Budgets pro Segment anlegen.

    custom_label_0: margin_high, margin_medium, margin_low
    custom_label_1: bestseller, new_arrival, clearance
    custom_label_2: spring_2026, summer_2026, evergreen
  4. 4

    Schreibe keywordreiche Beschreibungen, die zur Suchintention passen

    Google nutzt für den Abgleich mit Suchanfragen vor allem den Titel, aber Beschreibungen fließen in die Relevanzbewertung ein und erscheinen in kostenlosen Einträgen. Baue relevante Suchbegriffe natürlich ein, hebe wichtige Produktmerkmale und Vorteile hervor und nenne kompatible Produkte oder Einsatzbereiche. Halte Beschreibungen für die beste Performance zwischen 500 und 1000 Zeichen. Vermeide Werbesprache wie kostenloser Versand oder bester Preis, denn das kann Richtlinienverstöße auslösen.

    Nenne Materialzusammensetzung, Maße und Kompatibilität
    Nenne Einsatzbereiche: ideal zum Laufen, Wandern und für den Alltag
    Verweise auf die Produktlinie: Teil der Air Max-Kollektion
  5. 5

    Ordne Produkte der spezifischsten Google-Produktkategorie zu

    Die Produkttaxonomie von Google umfasst etwa 5.600 Kategorien. Je spezifischer die Kategorie, desto relevanter deine Anzeigen und desto eher zeigt Google deine Produkte bei den richtigen Suchanfragen. Statt einer breiten Kategorie wie Bekleidung & Accessoires gehst du tiefer bis Bekleidung & Accessoires > Bekleidung > Oberteile > T-Shirts. So werden in den jeweiligen Ländern auch die richtigen Steuersätze angewendet und die passenden produktspezifischen Attribute erwartet.

    Breit (vermeiden): Elektronik
    Spezifisch (besser): Elektronik > Kommunikation > Telefonie > Mobiltelefone
    Am spezifischsten (am besten): Elektronik > Kommunikation > Telefonie > Mobiltelefone > Smartphones
  6. 6

    Setze wettbewerbsfähige Preise und nutze Angebotspreise

    Bei Google Shopping ist der Preiswettbewerb hoch. Mit den Attributen sale_price und sale_price_effective_date zeigst du durchgestrichene Preise in deinen Einträgen. Das erzeugt Dringlichkeit und kann die Klickrate deutlich verbessern. Achte darauf, dass der Preis im Feed immer exakt dem Preis auf der Landingpage entspricht, denn Abweichungen führen zur Ablehnung des Artikels. Automatische Preisregeln im Merchant Center helfen dir, wettbewerbsfähig zu bleiben.

    <g:price>99.95 EUR</g:price><g:sale_price>79.95 EUR</g:sale_price>
    <g:sale_price_effective_date>2026-03-01T00:00+01:00/2026-03-15T23:59+01:00</g:sale_price_effective_date>
Fehlerbehebung

Häufige Fehler: Google Shopping Feed

Die häufigsten Feed-Probleme und wie du sie behebst

  • Fehler

    Preisabweichung zwischen Feed und Landingpage

    Lösung

    Sorge dafür, dass der Preis im Feed exakt dem Preis auf deiner Produkt-Landingpage entspricht, inklusive Währung. Richte automatische Feed-Abrufe ein oder nutze die Merchant API, um Preisänderungen in Echtzeit zu übertragen. Arbeitest du mit dynamischen Preisen, erhöhe die Aktualisierungsfrequenz deines Feeds auf alle 30 Minuten. Prüfe in EU-Ländern, ob die Preise inklusive Steuern in Feed und Website übereinstimmen.

  • Fehler

    Fehlende GTIN oder falsches GTIN-Format

    Lösung

    Gib gültige GTINs (EAN, UPC oder ISBN) für alle Produkte an, die einen Herstellercode haben. GTINs müssen die Prüfziffernvalidierung bestehen. Verkaufst du individuell gefertigte oder handgemachte Produkte ohne GTIN, setze das Attribut identifier_exists auf false. Für Bücher nutzt du das ISBN-13-Format. In der EU ist die 13-stellige EAN am gebräuchlichsten. Prüfe deine Codes vor dem Einreichen mit dem GTIN-Validierungstool von Google.

  • Fehler

    Produktbild erfüllt die Anforderungen nicht

    Lösung

    Bilder müssen mindestens 100x100 Pixel groß sein (250x250 bei Bekleidung). Für die besten Ergebnisse nimmst du mindestens 800x800 Pixel. Entferne Wasserzeichen, Werbeeinblendungen und Platzhalterbilder. Die Bilder müssen über HTTPS erreichbar sein und den HTTP-Statuscode 200 zurückgeben. Vermeide generische Stockfotos und nutze echte Produktfotos. Bei Bekleidung sollte mindestens ein Bild das Produkt an einem Model oder einer Schaufensterpuppe zeigen.

  • Fehler

    Automatische Ablehnung eines Artikels wegen Richtlinienverstoß

    Lösung

    Häufige Auslöser sind Werbetext in Bildern, irreführende Titel, fehlende Pflichtattribute für die Produktkategorie (zum Beispiel age_group und gender bei Bekleidung) oder Links auf Seiten, die eine Anmeldung erfordern. Prüfe regelmäßig die Produktdatenspezifikation und die Richtlinien von Google Merchant Center. Nutze den Tab Diagnose im Merchant Center, um Probleme zu finden und zu beheben. Hältst du eine Ablehnung für einen Irrtum, lege nach dem Beheben der gefundenen Probleme Einspruch ein.

  • Fehler

    Abweichende Versandkosten oder fehlende Versandinformationen

    Lösung

    Richte die Versandeinstellungen entweder im Feed über das Attribut shipping oder auf Kontoebene in den Merchant Center-Einstellungen ein. Einstellungen auf Kontoebene sind bei einfachen Versandstrukturen leichter zu pflegen. Bietest du kostenlosen Versand an, setze die Versandkosten ausdrücklich auf 0. Für gewichts- oder regionsabhängigen Versand nutzt du die Attribute shipping_weight und shipping_label. Die Versandkosten im Feed müssen exakt dem entsprechen, was Kunden beim Checkout sehen.

  • Fehler

    Fehler bei der Feed-Verarbeitung durch fehlerhaftes XML

    Lösung

    Prüfe deinen XML-Feed vor dem Einreichen mit einem XML-Validator. Typische Probleme sind nicht geschlossene Tags, nicht maskierte kaufmännische Und-Zeichen (& statt &amp;), ungültige UTF-8-Zeichen und fehlende Namespace-Deklarationen. Nutze CDATA-Abschnitte für Felder mit HTML oder Sonderzeichen. Prüfe, ob die Kodierungsangabe zur tatsächlichen Dateikodierung passt. Google Merchant Center liefert einen Verarbeitungsbericht mit den konkreten XML-Fehlern und den Zeilennummern, in denen sie auftreten.

Kennzahlen

Diese Feed-Kennzahlen solltest du verfolgen

Die Zahlen, an denen du siehst, wie gut dein Produktfeed wirklich funktioniert

  • Klickrate (CTR)

    Der Anteil der Impressionen, die zu Klicks führen. Eine gesunde CTR bei Google Shopping liegt meist zwischen 1 % und 3 %, gut optimierte Feeds erreichen 3 % bis 5 %. Eine niedrige CTR deutet oft auf schwache Bildqualität, nicht wettbewerbsfähige Preise oder unpassende Produkttitel hin. Beobachte die CTR auf Produktebene, um schwache Einträge zu finden.

  • Anteil an möglichen Impressionen

    Der Anteil der Fälle, in denen deine Produkte gezeigt werden, gemessen an allen möglichen Impressionen. Ein niedriger Anteil kann auf Probleme mit der Feed-Qualität, niedrige Gebote oder ein begrenztes Budget hinweisen. Vollständigere und bessere Feed-Daten können den Anteil steigern, ohne dass du höher bieten musst. Prüfe den Anteil an möglichen Impressionen im Suchnetzwerk auf Ebene der Produktgruppen in Google Ads.

  • Return on Ad Spend (ROAS)

    Der Umsatz pro Euro, den du für Shopping-Anzeigen ausgibst. Der durchschnittliche ROAS bei Google Shopping hängt von der Branche ab, liegt aber meist zwischen 400 % und 800 %. Segmentiere Produkte mit Custom Labels nach Marge und lege deine ROAS-Ziele entsprechend fest. Produkte mit hoher Marge vertragen niedrigere ROAS-Schwellen, Artikel mit geringer Marge brauchen strengere Effizienzziele.

  • Feed-Health-Score

    Eine zusammengesetzte Kennzahl im Google Merchant Center, die Qualität und Vollständigkeit deiner Produktdaten insgesamt widerspiegelt. Sie berücksichtigt die Zahl aktiver Artikel, die Ablehnungsquote, Datenqualitätsprobleme und die Abdeckung der Attribute. Ziel ist ein Feed-Health-Score über 90 %. Prüfe regelmäßig die Bereiche Diagnose und Handlungsbedarf im Merchant Center, um einen hohen Wert zu halten.

  • Freigabequote der Produkte

    Der Anteil der eingereichten Produkte, die freigegeben sind und ausgeliefert werden können. Ziel ist eine Freigabequote über 95 %. Verfolge die Ablehnungsgründe im Tab Diagnose des Merchant Center und behebe zuerst die Probleme, die die meisten Produkte betreffen. Häufige Ablehnungskategorien sind Abweichungen bei Preis oder Verfügbarkeit, Richtlinienverstöße und fehlende Pflichtattribute.

Google Shopping Feed einrichten: Schritt für Schritt

Schritt für Schritt zum erstellten und optimierten Produktfeed

  1. 01

    Lege dein Google Merchant Center-Konto an und richte es ein

    Registriere dich unter merchants.google.com für ein Google Merchant Center-Konto. Bestätige und beanspruche deine Website-URL über eine der unterstützten Methoden (HTML-Tag, Google Analytics, Google Tag Manager oder DNS-Eintrag). Richte Versandeinstellungen und Steuerregeln für deine Zielländer ein. Verknüpfe dein Merchant Center-Konto mit deinem Google Ads-Konto, um bezahlte Shopping-Kampagnen zu schalten. Hinterlege deine Unternehmensdaten inklusive Rückgaberichtlinie und Kontaktdaten, denn diese erscheinen in deinen Produkteinträgen.

  2. 02

    Baue deinen Produktfeed mit allen Pflichtattributen auf

    Erstelle eine XML-Feed-Datei nach der Google Product Data Specification. Nimm für jedes Produkt alle Pflichtattribute auf: id, title, description, link, image_link, price, availability, brand und entweder gtin oder mpn mit identifier_exists. Ergänze google_product_category mit der spezifischsten Kategorie aus der Google-Taxonomie. Bei Bekleidung und Accessoires kommen weitere Pflichtattribute wie color, size, gender und age_group hinzu. Prüfe deine XML-Struktur vor dem Einreichen und stelle sicher, dass alle URLs HTTPS nutzen und öffentlich erreichbar sind.

  3. 03

    Reiche deinen Feed ein und beobachte die Performance im Merchant Center

    Gehe im Merchant Center zu Produkte > Feeds und klicke auf das Plus-Symbol, um einen neuen primären Feed anzulegen. Wähle Zielland und Sprache, nimm geplanten Abruf als Upload-Methode und gib deine Feed-URL an. Stelle den Abrufzeitplan auf mindestens einmal täglich. Prüfe nach dem ersten Abruf den Tab Verarbeitung auf Fehler und Warnungen. Behebe abgelehnte Artikel, indem du die konkreten Probleme im Bereich Diagnose angehst. Sobald deine Produkte freigegeben sind, beobachte im Tab Leistung die Daten zu Impressionen, Klicks und Conversions. Richte E-Mail-Benachrichtigungen für Probleme bei der Feed-Verarbeitung und für Produktablehnungen ein.

Kostenloser Download

Checkliste: Google Shopping Feed optimieren

Lade unsere ausführliche Checkliste herunter und prüfe, ob dein Google Shopping Feed alle Anforderungen erfüllt und den Best Practices folgt. Die Checkliste behandelt jedes Pflicht- und empfohlene Attribut, die Bildanforderungen, typische Fallstricke und fortgeschrittene Optimierungsstrategien erfolgreicher Händler.

  • Vollständige Attributreferenz mit Beispielen für alle 70+ Felder des Google Shopping Feeds, inklusive Pflicht-, empfohlener und optionaler Attribute für jede Produktkategorie
  • Schritt-für-Schritt-Vorlage für dein Feed-Audit, um Datenqualitätsprobleme zu finden und zu beheben, die zu Produktablehnungen führen und deinen Anteil an möglichen Impressionen senken
  • Formeln für Titel und Beschreibungen, die die Attribute nach vorne stellen, nach denen Käufer suchen, mit Vorlagen für 15 beliebte Produktkategorien
  • Leitfaden zur Custom-Label-Strategie für die Kampagnensegmentierung nach Marge, Saison und Leistungsstufe, damit du deinen Return on Ad Spend maximierst
Kostenloses Template holen

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zu Google Shopping Feed

Google empfiehlt, deinen Feed mindestens einmal alle 24 Stunden zu aktualisieren. Ändern sich Preise oder Bestand in deinem Shop häufig, plane automatische Abrufe alle 4 bis 6 Stunden oder nutze die Merchant API für Aktualisierungen in Echtzeit. Im Merchant Center kannst du bis zu 4 geplante Abrufe pro Tag einrichten. Produkte, die 30 Tage lang nicht aktualisiert werden, entfernt Google automatisch aus deinen Einträgen. In Phasen mit viel Traffic, etwa bei Sale-Aktionen, erhöhst du die Frequenz auf alle 30 Minuten, damit Preise und Bestand stimmen.

Ein primärer Feed ist deine Hauptquelle für Produktdaten, mit der du Produkte im Merchant Center hinzufügst oder entfernst. Er muss alle Pflichtattribute enthalten und bestimmt, welche Produkte aktiv sind. Ein ergänzender Feed liefert zusätzliche oder überschreibende Daten für Produkte, die bereits in einem primären Feed stehen. Ergänzende Feeds werden über das Attribut id zugeordnet und können einzelne Felder wie Custom Labels, Angebotspreise oder Aktionen aktualisieren, ohne dass du deinen primären Feed ändern musst. Pro primärem Feed kannst du mehrere ergänzende Feeds nutzen.

GTINs sind für alle Produkte Pflicht, denen der Hersteller eine GTIN (EAN, UPC, JAN oder ISBN) zugewiesen hat. Verkaufst du Sonderanfertigungen, handgemachte Produkte, Vintage-Artikel oder Eigenmarken ohne GTIN, setze das Attribut identifier_exists auf false. Mit GTINs werden deine Produkte aber deutlich besser zugeordnet und sind sichtbarer. Laut Google erhalten Produkte mit korrekten GTINs bis zu 40 % mehr Impressionen. Bist du Wiederverkäufer, frag beim Hersteller nach oder suche die GTINs deiner Produkte in Datenbanken wie GS1 GEPIR.

Kostenlose Produkteinträge erscheinen ohne Kosten im Shopping-Tab und auf anderen Google-Oberflächen. Um sie zu aktivieren, muss dein Merchant Center-Konto unter Wachstum > Programme verwalten für Plattformen von Google angemeldet sein. Dein bestehender Shopping-Feed wird dann automatisch für die kostenlosen Einträge verwendet. Einen separaten Feed brauchst du nicht. Es gelten dieselben Anforderungen an die Datenqualität, ein optimierter Feed hilft also bezahlten und kostenlosen Einträgen. Kostenlose Einträge stehen in den Suchergebnissen meist weiter unten als bezahlte Shopping-Anzeigen, können aber ohne Kosten deutlich mehr Traffic bringen.

Produktbilder müssen bei Produkten außer Bekleidung mindestens 100x100 Pixel groß sein, bei Bekleidung 250x250 Pixel. Google empfiehlt 800x800 Pixel oder mehr für die beste Qualität. Bilder dürfen keine Wasserzeichen, Werbetexte, Rahmen oder Logos enthalten, die nicht zum Produkt gehören. Das Produkt sollte 75 % bis 90 % des Bildes ausfüllen, vor einem einfarbig weißen, grauen oder hellen Hintergrund. Über das Attribut additional_image_link kannst du pro Produkt bis zu 10 weitere Bilder einreichen. Unterstützte Formate sind JPEG, PNG, GIF (nicht animiert), BMP, TIFF und WebP.

Jede Variante (Größe, Farbe, Material, Muster) reichst du als eigenen Artikel mit eigener id in deinem Feed ein. Alle Varianten desselben Produkts sollten dieselbe item_group_id haben, damit Google sie in den Shopping-Ergebnissen gruppieren kann. Jede Variante braucht eigenen Titel, eigenes Bild, eigenen Preis und eigene variantenspezifische Attribute. Bei Bekleidung sind die Attribute color, size, gender und age_group für jede Variante Pflicht. Google zeigt die Variantengruppe dann als einen Eintrag mit auswählbaren Optionen. Das verbessert das Einkaufserlebnis und vermeidet doppelte Einträge in den Suchergebnissen.

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