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Nachhaltigkeitsbewertung (Product Sustainability Scoring)

Produkt- und KatalogmanagementStufe: Intermediate

Die Nachhaltigkeitsbewertung bewertet die ökologische und soziale Wirkung eines Produkts, oft auf Basis von Ökobilanzdaten, und zeigt sie als Score oder Label.

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Was ist Nachhaltigkeitsbewertung (Product Sustainability Scoring)?

Die Nachhaltigkeitsbewertung von Produkten (Product Sustainability Scoring) bewertet die ökologische und soziale Wirkung eines Produkts und drückt sie als einen Score, eine Note oder ein Label aus. Der Score kombiniert meist Daten wie CO2-Fußabdruck, Materialien, Recyclingfähigkeit, Wasserverbrauch und Herstellungsweise. Die meisten Scores beruhen auf einer Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA), die die Wirkung vom Rohstoff bis zur Entsorgung misst. Der Score unterscheidet sich von einem Umweltzeichen: Ein Siegel ist ein Zertifikat einer dritten Stelle, das man hat oder nicht hat, während ein Score Produkte auf einer Skala einordnet, damit Kunden sie vergleichen können. Für Onlineshops ist das vor allem Datenarbeit, denn jeder Score braucht strukturierte Attribute pro Produkt. EU-Vorschriften wie der Digitale Produktpass machen einen Teil dieser Daten verpflichtend, wie der Guide zum Digitalen Produktpass erklärt.

Warum Nachhaltigkeitsbewertung (Product Sustainability Scoring) im E-Commerce wichtig ist

Kunden und B2B-Einkäufer fragen immer öfter, woher ein Produkt kommt und woraus es besteht. Ein Nachhaltigkeits-Score beantwortet das in vergleichbarer Form, und Marketplaces und Händler fangen an, die zugrunde liegenden Daten von Lieferanten zu verlangen. Regulierung erhöht den Druck. Die EU-Ökodesign-Regeln und der Digitale Produktpass verlangen in den kommenden Jahren für immer mehr Kategorien strukturierte Produktdaten, und Aussagen wie „umweltfreundlich“ brauchen nach den EU-Regeln zu Umweltaussagen inzwischen Belege. Shops, die Materialien, Herkunft und Zertifizierungen schon als Attribute führen, können Scores veröffentlichen und Anfragen beantworten, ohne ein neues Datenprojekt zu starten.

Beispiele für Nachhaltigkeitsbewertung (Product Sustainability Scoring)

  • 1Attribut: CO2-Fußabdruck, Wert: 4,2 kg CO2e pro Stück, Quelle: LCA-Bericht des Lieferanten
  • 2Attribut: Recycelter Anteil, Wert: Außenmaterial aus recyceltem Polyester, Quelle: Materialzertifikat
  • 3Attribut: Reparierbarkeitswert, Wert: 7,1 von 10, Quelle: Französischer Reparierbarkeitsindex
  • 4Attribut: Zertifizierung, Wert: EU Ecolabel, Quelle: Zertifikatsnummer hinterlegt

So hilft WISEPIM

  • Speichere Nachhaltigkeitsdaten wie Materialien, Herkunft und Zertifizierungen als strukturierte Attribute an jedem Produkt.
  • Gruppiere die passenden Nachhaltigkeitsattribute pro Produktfamilie, damit Textilien und Elektronik jeweils eigene Felder bekommen.
  • Markiere mit Quality-Guard-Regeln Produkte, bei denen Pflichtattribute zur Nachhaltigkeit noch leer sind.
  • Exportiere die Daten in deine Kanäle oder teile sie über Brand Portals mit Partnern.

Häufige Fehler bei Nachhaltigkeitsbewertung (Product Sustainability Scoring)

  • Einen Score veröffentlichen, ohne Methode oder Quelle zu nennen.
  • Nachhaltigkeitsfakten in PDF-Zertifikaten statt in strukturierten Attributen aufbewahren.
  • Vage Aussagen wie „grün“ oder „umweltfreundlich“ ohne Belege dahinter.
  • Scores aus verschiedenen Methoden vergleichen, als wären sie dieselbe Skala.

Tipps zu Nachhaltigkeitsbewertung (Product Sustainability Scoring)

  • Bitte Lieferanten um Nachhaltigkeitsdaten in einer festen Vorlage mit denselben Feldern für jedes Produkt.
  • Halte für jeden Score Quelle und Datum fest, damit du zeigen kannst, woher er stammt.
  • Beginne mit den Kategorien, die die Regulierung zuerst erfasst, etwa Batterien und Textilien.
  • Zeige die Methode neben dem Score auf der Produktseite, damit Kunden wissen, was er misst.

Trends rund um Nachhaltigkeitsbewertung (Product Sustainability Scoring)

  • Der Digitale Produktpass der EU wird Nachhaltigkeitsdaten zuerst für Batterien verlangen, dann für Textilien und weitere Kategorien.
  • EU-Regeln zu Umweltaussagen drängen Marken, jede Umweltaussage mit überprüfbaren Daten zu belegen.
  • Händler und Marketplaces führen Nachhaltigkeitsfilter ein, die nur mit strukturierten Attributen funktionieren.

Tools für Nachhaltigkeitsbewertung (Product Sustainability Scoring)

  • WISEPIM (Nachhaltigkeitsattribute pro Produkt)
  • EcoVadis
  • Higg Index
  • SimaPro
  • Carbon Trust

Verwandte Begriffe

Auch bekannt als

Nachhaltigkeits-ScoreEco-ScoreUmweltwirkungs-ScoreESG-Produktbewertung

Häufige Fragen

Typische Eingaben sind Materialien, recycelter Anteil, CO2-Fußabdruck, Herkunftsland, Verpackung und Zertifizierungen. Viele Methoden nutzen auch Energieverbrauch, Wasserverbrauch und erwartete Lebensdauer. Die Daten stammen meist von Lieferanten und aus Ökobilanzen.

Ein Umweltzeichen ist ein Zertifikat einer dritten Stelle, das ein Produkt entweder hat oder nicht hat. Ein Nachhaltigkeits-Score ordnet Produkte auf einer Skala ein, damit Kunden sie vergleichen können. Ein Produkt kann beides tragen.

Ein einzelner Score ist nicht überall Pflicht, die zugrunde liegenden Daten aber zunehmend schon. Der Digitale Produktpass der EU und die Ökodesign-Regeln verlangen nach und nach für mehr Produktgruppen strukturierte Nachhaltigkeitsdaten. Auch Umweltaussagen brauchen Belege.

Ein PIM hält Nachhaltigkeitsfakten als Attribute neben den übrigen Produktdaten. So siehst du leichter, welchen Produkten Daten fehlen, und schickst dieselben Werte an jeden Kanal.

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