Zentralisierung von Produktinformationen
Zentralisierung von Produktinformationen bedeutet, alle Produktdaten in einem System zu halten, sodass jeder Kanal dieselbe aktuelle Version jedes Produkts nutzt.
Was ist Zentralisierung von Produktinformationen?
Zentralisierung von Produktinformationen bedeutet, alle Produktdaten in einem System zu halten, sodass es von jedem Produkt eine aktuelle Version gibt. Zentrale Produktdaten umfassen Spezifikationen, Beschreibungen, Preise, Bilder, Übersetzungen und Kanaleinstellungen, gesammelt aus Tabellen, Lieferantendateien, dem ERP und dem Webshop. Ohne Zentralisierung hat jeder Kanal seine eigene Kopie: Der Webshop hat eine Beschreibung, der Marktplatz eine andere und die Preisliste im ERP einen dritten Preis. Wenn du Produktinformationen über alle Vertriebskanäle hinweg zentralisierst, löst du dieses Problem. Du bearbeitest ein Produkt einmal, und jeder Kanal holt seine Daten aus demselben Datensatz. Ein zentrales Produktinformationssystem ist meist ein PIM, und das unterscheidet sich von einem ERP: Das ERP ist für Bestand, Bestellungen und Einkaufspreise zuständig, das PIM für den Content, der das Produkt verkauft. Der Leitfaden Was ist ein PIM? erklärt, wie beide zusammenarbeiten.
Warum Zentralisierung von Produktinformationen im E-Commerce wichtig ist
Jeder zusätzliche Kanal vervielfacht die Zahl der Stellen, an denen ein Produkt korrekt sein muss. Liegen die Daten in mehreren Tabellen und Shop-Backends, wird aus einer Preisänderung eine Liste manueller Anpassungen, und früher oder später wird eine davon vergessen. Kunden merken das. In der Verbraucherstudie 2025 von Salsify gaben 54 % der Kunden an, einen Kauf wegen widersprüchlicher Informationen abgebrochen zu haben. Die Zentralisierung von Produktdaten ist der Schritt, der einheitliche Informationen über alle Kanäle praktisch machbar macht, statt sie zur Frage der Disziplin werden zu lassen.
Beispiele für Zentralisierung von Produktinformationen
- 1Feld: Preis, Quelle: ERP, Zentraler Datensatz: Grundpreis pro SKU, Kanäle: Webshop und Marktplätze mit eigenen Preisregeln
- 2Feld: Beschreibung, Quelle: Lieferantendatei, dann vom Content-Team umgeschrieben, Zentraler Datensatz: Eine Beschreibung pro Sprache, Kanäle: Alle Shops
- 3Feld: Bilder, Quelle: Upload aus dem Fotostudio, Zentraler Datensatz: Mit jeder Variante verknüpft, Kanäle: Webshop, Google Shopping und Social-Kataloge
- 4Feld: Gewicht, Quelle: Lagerverwaltungssystem, Zentraler Datensatz: Gewicht in kg, Kanäle: Versand und Marktplatz-Listings
So hilft WISEPIM
- Importiere Produkte aus CSV-Dateien, URLs oder verbundenen Shops in einen Katalog.
- Bearbeite Produkte einmal und übertrage sie an verbundene Plattformen wie Shopify, WooCommerce oder Magento 2.
- Lass geplante Importe und Exporte mit Automatisierungen laufen, stündlich, täglich, wöchentlich oder monatlich.
Häufige Fehler bei Zentralisierung von Produktinformationen
- Alles in ein System verschieben, ohne festzulegen, welche Quelle für welches Feld zuständig ist.
- Duplikate importieren, weil es keinen eindeutigen Schlüssel wie SKU oder EAN gibt.
- Bearbeitungsrechte in den alten Systemen lassen, sodass der zentrale Datensatz wieder auseinanderläuft.
- Daten zentralisieren, ohne sie vorher zu bereinigen.
Tipps zu Zentralisierung von Produktinformationen
- Erstelle eine Feldübersicht: Welches System ist für Preis, Bestand, Content und Bilder zuständig?
- Nutze SKU oder EAN als Schlüssel für jeden Import.
- Verbinde zuerst einen Kanal, prüf das Ergebnis und ergänze dann den nächsten.
- Vereinbare mit deinem Team, dass Content-Änderungen nur im zentralen System gemacht werden.
Trends rund um Zentralisierung von Produktinformationen
- Cloud-PIM-Systeme, die kleine Teams ohne IT-Projekt einrichten können.
- AI, die Daten beim Import bereinigt und anreichert.
- Produktdaten, die aus demselben zentralen Datensatz an Händler und Partner weitergegeben werden.
Tools für Zentralisierung von Produktinformationen
- WISEPIM: ein Cloud-PIM, das Produktdaten importiert, anreichert und an verbundene Kanäle sendet.
- ERP-Systeme wie Odoo oder Microsoft Dynamics: halten Bestand, Bestellungen und Grundpreise.
- Tabellen: ein häufiger Startpunkt, aber schwer über Kanäle hinweg synchron zu halten.