Customer Data Platform (CDP)
Eine Customer Data Platform (CDP) sammelt Kundendaten aus allen Quellen, etwa Webshop, E-Mail und Anzeigen, in einem Profil pro Kunde, das andere Tools nutzen können.
Was ist Customer Data Platform (CDP)?
Eine Customer Data Platform (CDP) ist Software, die Kundendaten aus deinem Webshop, deiner App, deinem E-Mail-Tool, deinen Anzeigen und Filialsystemen sammelt und zu einem Profil pro Kunde zusammenführt. Im E-Commerce wird eine CDP genutzt, um Segmente zu bilden, E-Mails und Inhalte im Shop zu personalisieren und Zielgruppen an Werbeplattformen zu senden. Eine CDP enthält Daten über Menschen: wer sie sind, was sie angesehen und was sie gekauft haben. Ein PIM enthält Daten über Produkte: Attribute, Beschreibungen, Bilder und Preise. Ein CRM konzentriert sich auf Vertriebs- und Servicekontakte statt auf Verhalten über Kanäle hinweg. Die Systeme arbeiten zusammen, denn eine von der CDP gewählte Empfehlung ist nur so gut wie die Produktdaten, die sie zeigt. Lies, was ein PIM ist und wie es sich von der Kundenseite deines Tech-Stacks unterscheidet.
Warum Customer Data Platform (CDP) im E-Commerce wichtig ist
E-Commerce-Marken sammeln Kundendaten in vielen Tools, die nicht miteinander sprechen. Das E-Mail-Tool weiß, wer eine Kampagne geöffnet hat, der Webshop weiß, wer gekauft hat, und die Werbeplattform weiß, wer geklickt hat. Eine CDP verbindet diese Signale, damit ein Käufer, der gerade ein Produkt gekauft hat, nicht weiter Anzeigen dafür sieht. Die Wirkung hängt von der Datenqualität auf beiden Seiten ab. Personalisierte E-Mails und Empfehlungen scheitern, wenn Produktattribute fehlen, weil das System einen Käufer, der Leinenhemden mag, nicht mit Produkten verknüpfen kann, die nicht als Leinen gekennzeichnet sind.
Beispiele für Customer Data Platform (CDP)
- 1Quelle: Webshop-Bestellungen plus E-Mail-Klicks, Profil: hat Laufschuhe gekauft, Socken-Kampagne geöffnet, Nutzung: ein Angebot für Laufsocken senden
- 2Quelle: Browsing-Daten, Segment: hat dreimal Sofas angesehen, ohne zu kaufen, Nutzung: Sofa-Anzeigen mit Lieferzeiten zeigen
- 3Quelle: Filialkäufe und Online-Konto, Profil: ein Kunde über beide Kanäle, Nutzung: Treuepunkte an einem Ort
- 4Quelle: CDP-Segment plus Produktattribute, Nutzung: Produkte in der Farbe und Größe empfehlen, die der Kunde zuvor gekauft hat
- 5Quelle: Einwilligungseinstellungen, Nutzung: Zielgruppen nur mit Kunden, die zugestimmt haben, an Werbeplattformen senden
So hilft WISEPIM
- Produktdaten für Personalisierung: WISEPIM ist ein PIM, keine CDP. Es liefert die sauberen Attribute, Kategorien und Bilder, die CDP-gestützte Empfehlungen zeigen.
- Konsistente Attribute: Die Attributverwaltung und die Seite "Attribute values" (Attributwerte) halten Werte wie Farbe und Material einheitlich, sodass Segmente zu den richtigen Produkten passen.
- Überall dieselben Daten: Export und Plattformanbindungen senden dieselben Produktdaten an den Webshop und die Tools, mit denen deine CDP arbeitet.
- Kundeneinblicke: WISEPIM Analytics enthält Kunden- und Produktreports für Shops, die über unterstützte Plattformen verbunden sind.
Häufige Fehler bei Customer Data Platform (CDP)
- Eine CDP kaufen, bevor feststeht, welche Use Cases sie unterstützen soll.
- Erwarten, dass eine CDP schlechte Produktdaten hinter Empfehlungen repariert.
- Daten ohne klare Einwilligungsverwaltung sammeln.
- Alle Quellen gleichzeitig anbinden, statt mit den zwei oder drei wichtigsten zu starten.
- Eine CDP mit einem CRM oder PIM verwechseln und erwarten, dass ein Tool alle drei Aufgaben erledigt.
Tipps zu Customer Data Platform (CDP)
- Lege drei Use Cases fest, etwa Warenkorbabbrecher-E-Mails oder Produktempfehlungen, bevor du eine CDP auswählst.
- Prüfe, ob deine E-Mail- oder Commerce-Plattform diese Use Cases schon abdeckt.
- Bereinige zuerst deine Produktattribute, damit die Personalisierung etwas Korrektes zeigen kann.
- Richte die Einwilligungsverwaltung vom ersten Tag an ein.
- Miss jeden Use Case gegen eine Kontrollgruppe, um zu sehen, was er bringt.
Trends rund um Customer Data Platform (CDP)
- Composable CDPs lesen Kundendaten direkt aus dem Data Warehouse, statt sie zu kopieren.
- Strengere Datenschutzregeln und weniger Third-Party-Cookies machen First-Party-Daten wertvoller.
- AI bildet Segmente und sagt nächste Käufe aus CDP-Profilen voraus.
- Retail-Media-Netzwerke nutzen CDP-Zielgruppen, um Werbeflächen auf Händlerseiten zu verkaufen.
- Produkt- und Kundendaten werden verknüpft, um Empfehlungen in E-Mail, Shop und Anzeigen zu steuern.
Tools für Customer Data Platform (CDP)
- Segment (Twilio): CDP zum Sammeln und Weiterleiten von Kundendaten an andere Tools.
- Bloomreach Engagement: CDP mit Marketing-Automation für den E-Commerce.
- Klaviyo: E-Mail- und SMS-Plattform mit integrierten Kundenprofilen für Onlineshops.
- Tealium: Enterprise-CDP mit Tag-Management und Data Governance.
- WISEPIM: PIM, das die Produktdaten liefert, auf die CDP-gestützte Personalisierung angewiesen ist.